Ökomodellregion Inn-Salzach

Was steckt dahinter?


Die Öko-Modellregion Inn-Salzach ist ein staatlich gefördertes Projekt. 75 % der Kosten (maximal 150.000 €) übernimmt der Freistaat Bayern. Die übrigen 25 % werden von den beteiligten 23 Kommunen im Landkreis Altötting finanziert.

Bayernweit gibt es mittlerweile 27 Öko-Modellregionen. Insgesamt ist ca. ein Drittel der Fläche Bayerns Öko-Modellregion. Ziel ist es bis 2030 rund 30 % Öko-Landbau in Bayern erreicht zu haben. Aktuell ist in vielen Bereichen die Nachfrage nach Bio-Produkten größer als das Angebot, sodass Ware importiert werden muss. Gleichzeitig gibt es Studien demnach 18 % der Landwirte bereit wären auf die biologische Wirtschaftsweise umzustellen, wenn ein Absatz für ihre Produkte bestünde. Diese beiden Seiten müssen unbedingt verknüpft werden, um eine ökologisch wertvolle Nahversorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu erhalten.

Unsere Region steckt voller Potentiale. Wir vom Projektmanagement der Öko-Modellregion Inn-Salzach unterstützen die Menschen vor Ort diese Potentiale auszuschöpfen. Sie sind Landwirt/in, Imker/in, Verarbeiter/in, Händler/in oder Verbraucher/in und am Aufbau regionaler Lieferketten interessiert? Wir sind Ansprechpartner für alle Fragen rund um Ökologische Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk und -verarbeitung, Bio-Zertifizierung, Vermarktungsfragen, Biodiversität und ökologische Bildungsangebote. Das Projektmanagement hat ein starkes Netzwerk aus Ansprechpartnern, wodurch wir Ihre Fragen und Ideen unkompliziert und schnell weiterentwickeln können. Zudem organisieren wir Weiterbildungsveranstaltungen für Landwirte, Verarbeiter und regionale Händler im Landkreis Altötting. Dazu gehören z.B. Feldexkursionen und Informationstage mit interessanten Referenten, die wir gemeinsam mit einer Gruppe aus biologisch und konventionell wirtschaftenden Landwirten veranstalten. Gerade in den Bereichen „Grundwasserschutz“, „Humusaufbau“ und „Artenschutz“ binden wir ganz bewusst sowohl konventionell als auch biologisch wirtschaftende Betriebe mit ein um die Verständigung untereinander zu fördern.

Lust auf den ökologischen Landbau machen spannende Hofführungen und Vorträge für Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema „Nahversorgung“.

Ein Beispiel: Rescher Biobäcker – Willkommen an Board!

Markus Huber hat eine alte Traditionsbäckerei in Altötting nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung zertifizieren lassen. Das Projektmanagement unterstützt ihn dabei seine Rohstoffe in Bio-Qualität von heimischen Landwirten zu beziehen. Da Markus Huber keinen eigenen Verkaufsraum hat, vermarktet er seine Brote über verschiedene Lechertshuber & Wimmer EDEKA-Märkte im Landkreis Altötting. Wir haben ihn bei der Kontaktaufnahme mit Landwirten unterstützt, bei Fragen zum Absatzmarkt beraten und helfen die Bürger und Bürgerinnen über die neue Bäcker-Bauer-Verbindung zu informieren.