Männer beim Aufstellen eines Maibaumes, © Inn-Salzach Tourismus

Mit Muskelkraft und Trachtenpower


Maibaumaufstellen

Wissenswerts zum Traditionsfest am 1. Mai


In Bayern gibt es viele Bräuche, die mit dem Mai verbunden sind. Früher war der Mai der Monat, in dem die Natur schon die ersten Früchte nach dem langen Winter brachte – für bäuerliche Kulturen ein wichtiger Zeitpunkt im Jahr. In keltischen Kulturen wurden an „Beltane“ Maifeuer entzündet, die Walpurgisnacht markierte den Übergang von der kalten zur warmen Jahreshälfte – und es gab schon Riten, die Bäume involvierten.

Das Maibaumaufstellen heute ist in der Region Inn-Salzach ein weithin bekanntes und beliebtes Fest, das schon lange vorher beginnt: mit dem Fällen des hohen, geraden Baumes, der fortan gut versteckt oder bewacht werden muss. Sonst kann es passieren, dass die Nachbarjugend ihn stiehlt und dann muss er vor dem Fest ausgelöst werden – das kann eine Menge Bier und Brotzeit kosten!

Um Anfang Mai herum wird der Baum mit Bändern und Blumen, Wappen und Zunftzeichen geschmückt und nach und nach mit langen Stangen aufgestellt. Das braucht Zeit und so wird aus dem reinen Aufstellen mit Trachten- und Musikgruppen, bayerischen Schmankerln und Getränken ein ganztägiges Fest, oft mit einem Maitanz bis tief in die Nacht, bei dem der ganze Ort zusammenkommt.

Damit auch Besucher nachschauen können, wann und wo Feste stattfinden, stellt der Tourismusverband jedes Jahr auf seiner Website alle Termine zusammen.