Tracht und Trend

Hinter Dirndl und Lederhose


Es gibt nicht die eine bayerische Tracht – manche Orte unterscheiden sich da deutlich von ihren direkten Nachbarn. Historisch gesehen ist das Trachtengewand von den Wittelsbachern in Bayern eingeführt worden, tatsächlich als Marke für bayerisches Lebensgefühl. Die Lederhose war eine exklusive Hose für Jäger. Das Dirndlgewand ähnelt den modischen Sommerkleidern von höhergestellten Damen im Landurlaub des frühen 19. Jahrhunderts. Sicher ist, seit dieser Zeit hat sich in Bayern rund um die Tracht ein starkes Heimat-, Zusammengehörigkeits- und Identitätsgefühl entwickelt. In den meisten Orten gibt es Vereine, die Tracht und Traditionen pflegen.

Für Bayern sind Dirndl und Lederhose auch längst nicht nur eine Tracht für traditionelle Feste wie Maibaumaufstellen und Volksfeste. Sie tragen sie zu Hochzeiten, an hohen kirchlichen Feiertagen oder zu Familienfesten. In den letzten 25 Jahren hat dieser Trend neue Fahrt aufgenommen.

Plötzlich wurden jährliche Dirndl-Kollektionen erstellt und man hat bewertet, welche Dirndl auf dem Oktoberfest zu sehen waren. Tracht wird seitdem nicht nur von Bayern getragen. Touristen aus der ganzen Welt kaufen sich Lederhosen, wenn sie in Bayern unterwegs sind. Die Tracht ist zum Trend geworden. Davon zeugen die Hersteller der Inn-Salzach Region, die z.T. in Handarbeit hochwertige Dirndl und „Hirschlederne“ herstellen und verkaufen.