Gnadenkapelle

In der Gnadenkapelle am Altöttinger Kapellplatz ist Ziel tausender Pilger jährlich. In der Kapelle befindet sich die schwarze Madonna.


Die Gnadenkapelle in Altötting mit der berühmten Schwarzen Madonna ist eines der wichtigsten Wallfahrtsziele in Deutschlands. Vielen Gläubigen hat die Muttergottes bereits geholfen – wie die unzähligen Votivtafeln zeigen. Klein an Gestalt, aber groß an Geschichte und Bedeutung, beherrscht die Gnadenkapelle den weiträumigen Kapellplatz. Ihr Oktogon (achteckiger Turm), der Kernbau dieser Kirche, vermutlich um das Jahr 700 entstanden, dürfte der älteste Zentralbau Deutschlands sein. Im frühen 16. Jahrhundert, wenige Jahre nach dem Beginn der Wallfahrt, wurden an das Oktogon das spätgotische Langhaus mit spitzem Dachreiter und der überdachte Umgang gebaut.

Was viele nicht wissen: In Wandnischen gegenüber dem gotischen Gnadenbild bergen kunstvoll verzierte silberne Urnen die Herzen der bayerischen Könige und Kurfürsten. Darunter befindet sich auch die Herzurne des bayerischen „Märchenkönigs“ Ludwig II. Nicht zuletzt aufgrund dieser innigen Verbundenheit der Landesherren erhielt Altötting den Beinamen „Herz Bayerns“.